Ansatz und Ziele
Das oberste Ziel des Zentrums für Demokratie Treptow - Köpenick (ZfD) ist die Stärkung der demokratischen, zivilgesellschaftlichen (Alltags-) Kultur im Bezirk Treptow - Köpenick von Berlin
Es geht um ein pluralistisches, tolerantes und demokratisches Zusammenleben.
Das ZfD hat den Anspruch Bürger/innen, also zivilgesellschaftliche Akteur/innen, durch Beratungsleistungen, Fortbildungen und praktische Hilfestellungen in ihrem Engagement für Demokratie und Pluralität und gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobi zu unterstützen.
Dazu werden Diskussionen zu demokratierelevanten Themen angestoßen, Projekte der politischen Bildung initiiert und ganz praktische, methodische Vorschläge zum Thema „demokratisches Handeln“ und „sich Beteiligen“ beigesteuert.
Für uns ist Demokratie ein Prozess und eine Form wie Menschen miteinander umgehen, wie Entscheidungen getroffen und wie Verantwortung für die Gesellschaft auf möglichst viele Schultern verteilt werden kann.
Deshalb unterliegt eine demokratische Gesellschaft permanenten Veränderungen und es besteht auch die Notwendigkeit zur Veränderung und kritischer Reflexion.
Das heißt für uns auch, dass es eine Vielzahl von Beteiligungsformen und Beteiligungsmöglichkeiten geben sollte.
Dabei geht es sowohl um Beteiligung in der Familie, dem Freundes- und Bekanntenkreis, dem Kindergarten, der Schule, der Arbeitswelt, in Vereinen, Initiativen, Bündnisse, Parteien, staatlichen Institutionen und Behörden.
Partizipation meint zum einen die im Grundgesetz festgeschriebenen Grundrechte, es meint aber auch die eigenen Fähigkeiten zu fördern, um Möglichkeiten zu ergreifen, sich selber einzumischen, zu gestalten und Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Das ist in allen Lebensbereichen möglich und notwendig, Demokratie lebt von den Erfahrungen und gestaltet sich durch aktive Beteiligung. Eine aktive Zivilgesellschaft lebt von engagierten Bürger/innen.
Dies ist kein fester Zustand, sondern ein dauerhafter gesamtgesellschaftlicher Prozess und damit eine ständige Aufgabe.
Ohne ein freies, pluralistisches, tolerantes, gewaltfreies und solidarisches Miteinander ist eine demokratische Gesellschaft nicht denkbar.
Zivilgesellschaft bedeutet Demokratie in allen Lebensbereichen immer wieder zu gestalten und aktiv zu handeln.
Die öffentliche Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen, Aspekten und Themen des demokratischen Zusammenlebens fördert nicht nur demokratisches Denken und Handeln, sondern eröffnet die Räume um rechtsextremen Ideologien, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobi Einhalt zu gebieten.
Dort wo Menschen Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt ablehnen, Zivilcourage zeigen und sich einmischen, da zeigt sich die Stärke der Demokratie.
Damit verbunden ist ein Bekenntnis zur Vielfalt und zur Anerkennung von Unterschiedlichkeiten. Menschen haben unterschiedliche Meinungen, Ideen, Vorlieben und Interessen.
Pluralität als wichtigen Wert anzuerkennen heißt auch, sich für die Unterschiedlichkeit der anderen stark zu machen. Eine Vielfalt an sexueller Orientierung, an Lebensformen, an Meinungen an religiösen Bekenntnissen und an Ausdrucksformen zu zulassen. Pluralität und Toleranz stoßen jedoch auch auf Grenzen und zwar dort wo die demokratischen Grundwerte nicht geachtet werden. Die Demokratie muss ihre eigenen Werte schützen. Doch sind diese Grenzen nicht einfach zu ziehen, sondern müssen diskutiert und ausgehandelt werden.


