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Was sind die Partnerschaften für Demokratie?

Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit entgegenzuwirken ist keine einfache Aufgabe. Viele Vereine, Initiativen, Einzelpersonen, Parteien und andere Akteur*innen setzen sich jeden Tag dafür ein, das demokratische Miteinander zu stärken und gegen Ausschlüsse und Diskriminierungen vorzugehen. Damit sollen sie nicht allein bleiben: Mit den Partnerschaften für Demokratie möchte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Menschen bei dieser wichtigen Arbeit unterstützen.

Im Bezirk Treptow-Köpenick gibt es zwei Partnerschaften für Demokratie: Eine für den Gesamtbezirk Treptow-Köpenick und eine für den Ortsteil Schöneweide.

 

Die Leitziele als inhaltliche Richtschnur

Jede Partnerschaft für Demokratie arbeitet nach eigenen Leitzielen. Sie sollen deutlich machen, welchen Herausforderungen wir konkret begegnen und wo wir die Schwerpunkte unserer Arbeit sehen.

 

Die Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick arbeitet nach folgenden Leitzielen:

1. Demokratieförderung
Demokratisches Miteinander ist mehr als das Mitverfolgen von Parlamentsdebatten. Demokratie kann und soll hier gestaltet werden, im Bezirk, gemeinsam mit Nachbar*innen, Kolleg*innen und Freund*innen. Wir unterstützen deshalb viele Projekte, die sich der Demokratieförderung im Bezirk verschrieben haben. Ob Nachbar*innen sich für die Umgestaltung eines Platzes einsetzen, ein Verein ein Konzert organisiert – all das kann die demokratische Kultur fördern und ist wichtig für unser Zusammenleben.

 

2. Schaffung einer Willkommenskultur
Treptow-Köpenick war in den vergangenen Jahren auch ein Zuwanderungsbezirk. Viele Neu-Berliner*innen haben den Bezirk zu ihrer neuen Heimat gemacht, sie studieren und arbeiten hier, gründen Familien, leben ihr Leben. Um ihnen das Ankommen zu erleichtern und den Austausch mit Menschen zu fördern, die hier schon länger leben, unterstützen wir Projekte, die eine Willkommenskultur schaffen, Sprachbarrieren abbauen, gemeinsame Aktivitäten anbieten und neue Freund*innenschaften anregen sollen.

 

3. Prävention von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus (an Schulen und in Jugendeinrichtungen)
Gerade junge Menschen stehen häufig im Visier von Neonazis und anderen (extrem) rechten Agitator*innen. Deshalb möchten wir Jugendliche und junge Erwachsene für ein demokratisches Miteinander ohne Diskriminierung begeistern, damit sie der rechten Hetze etwas entgegenzusetzen haben. Mit Jugendlichen auf Augenhöhe zu kommunizieren und ihre Bedürfnisse und Wünsche ernst zu nehmen, ist dabei eine Selbstverständlichkeit.

 

4. Ausbau der Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Bezirk
Kinder und Jugendliche sind genauso ein wichtiger Teil der Gesellschaft wie Erwachsene. Allerdings darf bekanntlich erst ab 16 Jahren auf lokaler Ebene gewählt werden, daher müssen Kinder und Jugendliche andere Möglichkeiten haben, sich an Entscheidungen zu beteiligen. Wir unterstützen Projekte, die die Ideen und Vorschläge von Kindern und Jugendlichen aufnehmen und sie mit den Menschen zusammenbringen, die auf Bezirksebene Entscheidungen treffen.

 

 

Die Partnerschaft für Demokratie Schöneweide arbeitet nach folgenden Leitzielen:

1. Förderung von Demokratie an Schulen und aktive Rechtsextremismusprävention
Schulen sind der Ort, an dem junge Menschen die meiste Zeit verbringen. Umso wichtiger, hier demokratische Strukturen zu etablieren und junge Menschen für Diskriminierung und Rechtsextremismus zu sensibilisieren. Oft lebt das vom Engagement einzelner Personen an den Schulen, die wir gern mit Beratung, Hilfe und Förderung unterstützen.

 

2. Neubesetzung des öffentlichen Raumes durch die Kreativszene in Schöneweide
Schöneweide war lange als „Angstraum“ bekannt, insbesondere der öffentliche Raum war für viele Menschen ein unsicherer Ort. Heute hat sich vieles verändert, doch immer noch finden rassistische und diskriminierende Vorfälle auf der Straße statt. Wir möchten Projekte unterstützen, die den öffentlichen Raum mit demokratischen und antifaschistischen Botschaften neu besetzen und so extrem rechte und diskriminierende Inhalte zurückdrängen.

 

3. Aktivierung der Bürger*innen
Demokratie lebt von Engagement. Gerade die lange Geschichte des antifaschistischen Engagements in Schöneweide zeigt, wie wichtig es ist, dass Anwohner*innen sich organisieren, sich einbringen und lautstark extrem rechten Positionen entgegentreten. Deshalb unterstützen wir Projekte, die sich aktiv an Bürger*innen richten und diesen Möglichkeiten aufzeigen, sich zu engagieren.

 

 

Der Begleitausschuss als wichtiges Entscheidungsinstrument

Im Begleitausschuss finden sich Aktive und Engagierte aus Vereinen, Parteien, Initiativen und der Verwaltung zusammen, um gemeinsam die Inhalte der Partnerschaft für Demokratie zu steuern. Sie vereinbaren die Leitziele, initiieren Kampagnen und Aktionen und entscheiden über die Projektanträge. Wer sich im Begleitausschuss beteiligen möchte, muss durch einen Mehrheitsbeschluss der Mitglieder aufgenommen werden.

 

Der Begleitausschuss Schöneweide besteht aus diesen...

… stimmberechtigten Mitgliedern:
Bündnis „Bunt statt Braun“
Logo PfD SW.png
Büro des Bürgermeisters/ Koordination Flüchtlingsfragen
BVV-Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen
BVV-Fraktion Die LINKE
BVV-Fraktion SPD
Einhorn gGmbH
Jugendjury Schöneweide
Moving Poets e.V.
offensiv'91
Regionalmanagement Schöneweide

 

… beratenden Mitgliedern
Bezirksstadtrat für Soziales und Jugend
federführendes Amt der Partnerschaften für Demokratie
externe Koordinierungs- und Fachstelle

 

 

Der Begleitausschuss Treptow-Köpenick besteht aus diesen...

… stimmberechtigten Mitgliedern:Logo PfD TK.jpg
Büro des Bürgermeisters/ Koordination Flüchtlingsfragen
BVV-Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen
BVV-Fraktion Die LINKE
BVV-Fraktion SPD
DGB Treptow-Köpenick
Haus der Jugend Köpenick/ Projekt Begegnung
Jugendzentrum JuKuZ Gérard Philippe
KungerKiezInitiative
offensiv'91
Sylvester e.V.

 

… beratenden Mitgliedern
Bezirksstadtrat für Soziales und Jugend
federführendes Amt der Partnerschaften für Demokratie
externe Koordinierungs- und Fachstelle

 

 

Die externe Koordinierungs- und Fachstelle

Die externen Koordinierungs- und Fachstellen (KuF) für beide Partnerschaften sind im „Zentrum für Demokratie“ angesiedelt. Hier organisieren und koordinieren wir alles, was die Partnerschaften betrifft, beraten, unterstützen und helfen, wo wir können. Ansprechpartnerinnen sind Claudia Max (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) für Treptow-Köpenick und Gianna Faust (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) für Schöneweide.

 

 

Das federführende Amt

Die finanzielle Seite wird in Schöneweide und Treptow-Köpenick vom Jugendamt übernommen. Hier sind die Partnerschaften offiziell angesiedelt, hier wird formal über die Projektanträge entschieden und hier werden die Projekte auch abgerechnet. Verantwortlich ist Sebastian Lück, er ist erreichbar unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Mitmachen!

Du möchtest mitmachen? Dich in deinem Kiez für mehr Demokratie und gegen Diskriminierung stark machen? Du hast eine Projektidee oder möchtest dich sogar im Begleitausschuss einbringen? Dann melde dich gerne bei Gianna (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Claudia (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Wir beraten und unterstützen gern!

gefördert durch
Besuchsadresse

Zentrum für Demokratie

Michael-Brückner-Str. 1/Spreestraße
(gegenüber S-Bhf Schöneweide)

Tel.: 030 - 65 48 72 93
E-Mail: zentrum@offensiv91.de
Postanschrift

Zentrum für Demokratie
c/o Villa offensiv
Hasselwerderstr. 38 - 40
12439 Berlin
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